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Projekt einer Strukturreform
der SGP
Bericht der Arbeitsgruppe
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Anlässlich der Generalversammlung der SGP im Juni 2002 in Freiburg
wurde von Marie Sommer im Auftrag der Regionalgruppe Waadtland, eine Motion
lanciert, die eine Analyse der Zweckmässigkeit der neuen Strukturen der SGP
verlangte. Michael Hofer, Mitglied des Zentralvorstandes der SGP, wurde vom
Vorstand beauftragt, eine Arbeitsgruppe zusammenzustellen, deren Aufgabe es
sein soll, die aktuellen Strukturen der SGP zu analysieren und ein Reformprojekt
auszuarbeiten. Diese Arbeitsgruppe (AG) vereinigt Pädiater aus verschiedenen
Regionen der Schweiz und unterschiedlichen Interessengruppen der SGP (s. Tabelle
1)
Tabelle 1 :
Zusammensetzung der Arbeitsgruppe
- Michaël Hofer, Département
de Pédiatrie, CHUV, Lausanne und HUG, Genève, Mitglied des Zentralvorstandes
und des Vorstandes der Sektion Klinik.
- François Besson,
Kinderklinik, Kantonspital, Freiburg, Mitglied des Vorstandes
der Sektion Klinik.
- Christian Kind, Ostschweizer
Kinderspital, St-Gallen.
- Valdo Pezzoli, Servicio
di Pediatria, Ospedale Civico, Lugano.
- Stephan Rupp, Pädiater,
Einsiedeln, Mitglied des Zentralvorstandes und des Vorstandes
der Sektion Praxis.
- Marie Sommer, Pädiaterin,
Yverdon-les-Bains.
- Peter Studer, Pädiater,
Reinach.
- Christophe Stüssi,
Kinderklinik, Kantonspital, Münsterlingen.
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Ausgehend von einem Fragebogen, den jedes Mitglied
der Arbeitsgruppe auszufüllen hatte, fanden mehrere Diskussionsrunden statt.
Der untenstehende Text zeigt auf, auf welche Ueberlegungen das vorliegende
Projekt basiert und wie wir die Umsetzung planen.
1. Ziele der Structurreform
Ziel der letzten Strukturreform der SGP war es, die Entscheidungsprozesse zu
vereinfachen, indem die führenden Instanzen und die Basis näher gebracht werden,
und den Spital- und Praxispädiater eine Struktur zu gewähren. Nachdem diese
neuen Strukturen seit 4 Jahren angewendet werden mussten wir feststellen, dass
das erste dieser zwei Ziele nicht erreicht wurde und dass die Komplexität dieser
Strukturen keinen optimalen Betrieb ermöglicht. Wir haben die Vor- und Nachteile
der Strukturen, die vor 1999 gültig waren, analysiert (siehe Tabelle 2).
Tabelle 2 :
Vor- und Nachteile der vorherigen Strukturenreform
Vorteile
- Gute Vertretung der Interessengruppen innerhalb der SGP
Nachteile
- Schwäche der Kommunikationskanäle mit mangelhaftem Austausch
zwischen den Sektionen trotz den oft gemeinsamen Interessen
- Verdreifachung der Vorstände, Generalversammlungen, Jahresrechnungen….
mit Verzettelung der Aufgaben bei gleichzeitig gemeinsamen Interessen.
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Ziel der erneuten SGP-Strukturrevision ist
einerseits eine Vereinfachung der Abläufe, andererseits eine Steigerung der
Effektivität Zur Erreichung der gleichen Resultate sollen weniger Energie
und Zeit aufgewendet werden müssen, ausserdem soll die Arbeit professioneller
erledigt werden können.
Der SGP soll eine Struktur gegeben werden,
die es ihr erlaubt, zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden.
2. Ziele und Aufgaben der SGP
Wir haben die detaillierten Ziele und Aufgaben der SGP aus unserem Blickwinkel
aufgelistet. Tabelle 3 gibt darüber Auskunft.
Tabelle 3 :
Ziele und Aufgaben der SGP
| Ziele der SGP |
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- Verteidigung der Stellung der Pädiatrie in der Schweiz
- Förderung einer qualitativ hochstehenden medizinischen
Betreuung von Kindern und Jugendlichen
- Angemessene Vertretung der verschiedenen Interessengruppen
- Unterstützung der Forschung in allgemeiner und spezialisierter
Pädiatrie
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| Aufgaben der SGP |
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Die Aufgaben der SGP-Organe erfolgen aus den erwähnten
Ziele, es sind dies insbesondere : |
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- Der Austausch von Informationen mit den Mitgliedern und
den externen Instanzen
- Die Förderung der Qualität der medizinischen Dienstleistungen
sowie der Weiter- und Fortbildung in der Pädiatrie
- Die Verteidigung des Standes der Pädiatrie gegenüber anderer
Disziplinen, insbesondere der Erwachsenen-Medizin
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Die Arbeit der Organe der SGP muss dort durch
Profis unterstützt werden, wo diese die Aufgaben effektiver erledigen können.
Es handelt sich hierbei um ein professionelles Sekretariat und einen Generalsektretär
mit juristischen und geschäftsführerischen Fähigkeiten.
3. Organisation der SGP
Die Organisation der SGP-Strukturen wird in den Figuren 1 und 2 dargestellt.
Die Organe der
SGP sind :
- Die Generalversammlung,
welche mindestens einmal jährlich alle Gesellschaftsmitglieder vereinigt.
Sie ist das Entscheidungsgremium der SGP. Wichtige Projekte und der Berichte
über die Vorstandsaktivitäten werden dort vorgestellt. Die GV wählt den
Vorstand und den Präsidenten des Delegiertenrates. Sie genehmigt Budget
und Jahresrechnung der Gesellschaft. Motionen von Mitgliedern, Regionalgruppen
oder Interessengruppen werden dort diskutiert und zur Abstimmung vorgelegt.
- Die Delegiertenversammlung, in welcher die Delegierten der Regionalgruppen
und der Interessengruppen 2-3-mal jährlich tagen. Jede Regional- oder Interessengruppe
entsendet je nach zahlenmässiger Grösse 1, 2 oder 3 Delegierte. Die Zusammensetzung
der DV ist nicht fix, neue Gruppierungen können Einsitz beantragen. Die DV
bestimmt über deren Zulassung. Die Arbeiten der DV werden durch deren Präsidenten
geleitet, der selbst durch die GV gewählt wird und Vorstandsmitglied ist.
Der Präsident erstellt die Traktandenliste, wobei individuellen Vorschlägen
der Mitglieder Zeit eingeräumt werden muss. Mit Unterstützung des Sekretariats
lässt er den Delegierten zwei Wochen vor der Sitzung eine Einladung mit Traktandenliste
zukommen, mit der Aufforderung, eigene Traktanden vorgängig mitzuteilen. Alle
Resultate der Arbeiten von Kommissionen oder Arbeitsgruppen der Gesellschaft
müssen der DV zur Vernehmlassung vorgelegt werden, bevor darüber entschieden
wird. Diese Dossiers werden von den Delegierten diskutiert und im Hinblick
auf die Präsentation an der GV vorbereitet. Hauptaufgabe der DV (s. Tabelle
4) ist die Kommunikation zwischen Mitgliedern der Basis und Vorstand. Die
endgültige Entscheidungskompetenz bleibt bei der Generalversammlung, die DV
diskutiert die Dossiers, macht Vorschläge und kann vom Vorstand verlangen,
dass ein Dossier überarbeitet wird. Die DV kann auch eine ausserordentliche
GV einberufen. Die SGP ist für die Logistik der Versammlungen verantwortlich
und übernimmt die Reisekosten der Delegierten.
Tabelle 4 :
Rolle der Delegiertenversammlung
- Kommunikation zwischen den Mitgliedern und dem Vorstand
- Diskussion von Dossiers, die vom Vorstand, Kommissionen
oder Arbeitsgruppen ausgearbeitet wurden, bevor sie
der Generalversammlung zur Abstimmung vorgelegt werden
- Erteilung von Empfehlungen an den Vorstand
- Hat das Recht, eine Generalversammlung einzuberufen
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- Der Vorstand setzt sich zur Hälfte aus Pädiatern in privater Praxis, dazu einem
Pädiater in Weiterbildung und
Spitalpädiatern zusammen (z.B. 5+1+4). Präsident und Vizepräsident sind
je ein Spital- und Praxispädiater. Jedes Vorstandsmitglied betreut ein spezielles
Dossier, für welches es verantwortlich ist. Sofern dieses Dossier von einer
Kommission oder Arbeitsgruppe betreut wird, ist das Vorstandsmitglied auch
Mitglied dieser Arbeitsgruppe, damit der Informationsfluss zum Vorstand
garantiert werden kann
- Das Sekretariat
und das General-Sekretariat unterstützen Vorstand
und DV bei ihrer Arbeit. Der Generalsekretär hat den Auftrag, Informationen
zu sammeln, die für die SGP wichtig sind. Ausserdem berät er den Vorstand
bezüglich Stellungsnahmen, er unterstützt den Präsidenten bei der Vorbereitung
von Sitzungen anderer Organisationen (FMH, KHM,…), an denen er teilnimmt.
- Die Kommissionen
und Arbeitsgruppen sind mit wichtigen Dossiers
betraut. Ihr Präsident oder ein Mitglied hat im Vorstand Einsitz, wo er
regelmässig Bericht über den Stand der Arbeiten erstattet.
Die SGP-Gruppen sind die regionalen Gruppen und die Interessengruppen.
Sie werden an der Delegiertenversammlung vertreten. Eine Interessengruppe muss
folgende Kriterien erfüllen: Ihr Interessengebiet muss im Bereiche der Pädiatrie
liegen, es muss sich um eine strukturierte Gruppe handeln, es muss eine verantwortliche
Kontaktperson bekannt sein und eine Mitgliederliste muss verfügbar sein.
Tabelle 5 :
Definition der Interessengruppen
- Deren Ziel betrifft den Bereich Pädiatrie
- Es handelt sich um eine strukturierte Gruppe
- Es gibt einen verantwortlichen Ansprechpartner
- Es gibt eine Mitgliederliste
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4. Weiteres Vorgehen
· Vernehmlassung
Dieses Projekt wird
den SGP-Mitgliedern, den 3 Vorständen und den Regionalgruppen zur Vernehmlassung
vorgelegt. Dies geschieht per Post, via Publikation in der Pädiatrica und
auf der Internetseite der SGP. Interessierte können ihre Kritik bis spätestens
am 10. Januar 2004 Mitgliedern der Arbeitgsgruppe mitteilen.
· Tagung vom 29. Januar 2004
Für die SGP-Mitglieder
wird eine Tagung organisiert werden, an der über den Vorschlag und über allfällige
Modifikationen aufgrund der Vernehmlassung diskutiert wird
· Ausserordentliche Generalversammlung
Anschliessend an
die Tagung wird eine ausserordentliche Generalversammlung durchgeführt, an
welcher darüber abgestimmt wird, ob das vorgeschlagene Projekt für die SGP-Strukturreform
unterstützt und weitergeführt werden soll, eventuell mit Anpassungen entsprechend
der Diskussion unter den Mitgliedern
· Redaktion der Statuten
Wird das Projekt
durch die ausserordentliche GV genehmigt, werden die SGP-Statuten entsprechend
neu gefasst.
· Annahme der neuen Statuten
Die neuen Statuten
werden den SGP-Mitgliedern zur Abstimmung vorgelegt. Wenn möglich sollten
sie im Anschluss an die GV am Jahreskongress 2004 in Kraft treten können.,
Die Mitglieder der
Arbeitsgruppe sind jederzeit gerne bereit, Fragen zu diesem Strukturreformprojekt
zu beantworten.
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Parution le 21 décembre 2003
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