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EditorialReform der SGP-Strukturen : ein Projekt für alle Schweizer Pädiater
Unser schöner Sommer neigt sich dem Ende zu und unsere alten Sorgen werden wieder aktuell. Mein Hauptanliegen für dieses Jahr betrifft die Zukunft der SGP: wie wird es möglich sein, die Errungenschaften der Schweizer Pädiatrie mit modernen Strukturen zu verteidigen? Dies sowohl im Hinblick auf die neuen Herausforderungen der kommenden Jahre, als auch darauf, dass die Identität jedes Pädiaters respektiert wird, ob er/sie in der Praxispädiatrie tätig ist, im Spitalbereich oder in der sozialen Pädiatrie, ob er/sie Allgemeinpädiater ist oder Facharzt mit Subspezialität. Eine Arbeitsgruppe wurde vom Zentralvorstand beauftragt, die Entwicklung der
Strukturen der SGP zu studieren. Die Analyse der aktuellen Situation zeigt, dass
die diversen Interessengruppen - insbesondere die Pädiater in der Praxis -
besser vertreten sind als früher. Die Verdreifachung der Vorstände, der
Generalversammlungen, der Rechnungen, ….. hat jedoch die Arbeit so wesentlich
kompliziert, dass die Effizienz im Vergleich zur investierten Zeit deutlich
abgenommen hat. Zudem fliesst viel zu viel Energie in den Informationsaustausch
zwischen diesen drei parallelen Instanzen. In Anbetracht dieser Feststellungen bereiten mir die heutigen und zukünftigen Bedrohungen der Schweizer Pädiatrie Sorgen. Wie wird das Boot „Pädiatrie“ mit all seinen Kapitänen und Matrosen die kommenden Stürme verkraften? Es benötigt ein gut funktionierendes Team um es zu steuern sowie modernes Kommunikationsmaterial als Unterstützung. Persönlich habe ich als Pädiater gegenüber der SGP eine doppelte Bitte: die Verteidigung meiner eigenen Interessen als Fach- und Spitalpädiater und die Verteidigung der allgemeinen Interessen der Pädiater und der Pflegeleistungen zugunsten von Kindern in der Schweiz. Diese zwei Anforderungen müssen erfüllt werden, damit ich meinen Beruf auch in Zukunft in guten Verhältnissen ausüben kann. Dies ist, was ich von der SGP erwarte. Und Sie liebe KollegInnen und Freunde, was erwarten Sie von Ihrer Fachgesellschaft? Anlässlich des Kongresses von Davos hatten wir sehr interessante und aufschlussreiche Gespräche aufgrund der ersten Resultate der Arbeitsgruppe für die SGP-Strukturen. Die Mitglieder unserer Gesellschaft, mit welchen unsere Arbeitsgruppe Ideen austauschen konnte, haben uns interessante Wege aufgezeigt, auf denen wir unser Projekt weiter entwickeln können um für die SGP moderne Strukturen auszuarbeiten. Seither haben wir unsere Überlegungen weitergeführt und werden in einigen Wochen in der Lage sein, Ihnen ein Projekt für eine Strukturen-Reform vorzustellen. Wir möchten, dass dieses Projekt in einer grossen Vernehmlassung allen Pädiatern vorgestellt wird. Danach wird es sehr wahrscheinlich anlässlich einer Austauschtagung am Donnerstag, 29. Januar 2004 in Bern besprochen werden und an einer ausserordentlichen Generalversammlung am gleichen Tag würde dann darüber abgestimmt. Die Mitglieder unserer Arbeitsgruppe setzen alles daran, damit die
Überlegungen rund um die neuen Strukturen für unsere Fachgesellschaft
konstruktiv sind. Um unseren Untersuchungen mehr Kraft zu verleihen benötigen
wir Ihre Vorschläge und Wünsche. Je mehr Pädiater aller Richtungen sich an der
Ausarbeitung des Strukturen-Projektes beteiligen, umso besser wird die SGP von
morgen den Anforderungen der Schweizer Pädiater entsprechen und deren
Bedürfnisse abdecken.
Michaël Hofer, Lausanne (michael.hofer@chuv.hospvd.ch) Zentraler Vize-Präsident SGP |
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