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Ist der Einsatz von Methylphenidat
mit einem kardiovaskulären Risiko verbunden? 
1. Einleitung
Die Verabreichung von Methylphenidat (MP) (RitalinÒ)
ist seit einigen Jahren zu einer akzeptierten Behandlung von Schulkindern mit
schweren Konzentrationsstörungen oder Hyperaktivität (Attention-deficit/hyperactivity
disorder ADHD) geworden [1,2]. Laut WHO hat sich der Verbrauch
von MP zu therapeutischen Zwecken in den USA von 2.8 (1990) auf 15.3 Tonnen
(1997) entwickelt [3]. Auch in der Schweiz wird das Medikament
oft bei Kindern mit hyperkinetischem Verhalten eingesetzt und der Verbrauch
hat zwischen 1996 und 2000 um das 7-fache auf 108 kg zugenommen [4].
In diesem Artikel wird nicht darauf eingegangen, ob die häufige Verordnung gerechtfertigt
ist oder lediglich einer Modeströmung entspricht.
Die Behandlung mit MP wird in der Regel durch einen in der Beurteilung von
Kindern mit auffälligem Verhalten erfahrenen Psychiater oder Kinderarzt eingeleitet.
Die Langzeitkontrollen obliegen aber sehr häufig den Kinderärzten, die auch
unerwünschte Arznei-mittelwirkungen (UAW) erfassen sollten. Die Kenntnis dieses
Wirkstoffes mit seinem therapeutischen Profil sowie die notwendige Risikoabschätzung
in der Anwendung sind deshalb für den behandelnden Arzt unabdingbar. Es ist
das Ziel dieser Zusammenstellung, über mögliche kardiovaskuläre Nebenwirkungen
von MP zu informieren und auf Kontra-indikationen aus kardiologischer Sicht
hinzuweisen.
2. Pharmakologisches Profil
MP ist ein synthetisches Sympathikomimetikum mit vorwiegend zentraler Wirkung
(ZNS).
Es blockiert die Aufnahme von Noradrenalin und Dopamin in zentrale Synaptosomen
und von Noradrenalin in periphere adrenerge Nervenendigungen des vegetativen
Nervensystem. Noradrenalin ist der klassische Neurotransmitter im peripheren
sympathischen Nerven-system und kardiovaskuläre Effekte von MP können auf diese
Weise erklärt werden. Toleranzphänomene sind bei längerer Anwendung möglich.
Das pharmakologische Profil ist demjenigen von Amphetaminen ähnlich. Die hauptsächlichen
zentralen Effekte dieser Gruppe sind:
- Lokomotorische Stimulation
- Euphorie und zentrale Erregung
- Stereotypes Verhalten
- Anorexie.
Im Vergleich zu Amphetamin sind die anorektischen und peripheren Kreislaufwirkungen
von MP schwächer; die unterschiedlichen lokomotorischen Effekte sind durch
die unter-schiedliche Affinität zu den zentralen dopaminergen Neuronen erklärbar.
Eine partielle Hemmung des Monoaminxidase (MAO)-vermittelten Abbaus von Katecholaminen
durch
MP erklärt den Anstieg an O-methylierten Katecholaminen (COMT), dem anderen
Hauptmetaboliten.
Die Variabilität der systemischen Bioverfügbarkeit nach peroraler MP-Einnahme
(Tab. 1) erfordert eine individuelle Dosierung. Es gibt
keine aussagekräftige Beziehung zwischen Plasmakonzentration und Wirkung. Die
Konzentrationen im Gehirn sind höher als im Plasma. MP wird intensiv metabolisiert;
über 90% einer Dosis werden innert 30 Stunden im Urin wiedergefunden. Es sind
vor allem oxidative Abbaumechanismen (Cytochrom P450-vermittelte
Reaktionen) für den Metabolismus vorantwortlich (Ritalinsäure, Hydroxy- und
Oxymethylphenidat). Die polaren Metaboliten haben zum Teil pharmakologische
Aktivität und längere Halbwertszeit als MP und kumulieren deshalb bei chronischer
Gabe. Ihr Beitrag zur Gesamtwirkung ist weitgehend ungeklärt [5].
Bei einem zentral und peripher wirkenden Sympathikomimetikum ist auch die Frage
nach einer spezifischen kardiovaskulären Risiko-Abklärung und Ueberwachung der
behandelten Kinder von praktischer Bedeutung, etwa im Zusammenhang mit potentiellen,
zentralen oder peripheren (kardialen) Faktoren des sogenannten Sudden Death.
3. Kardiovaskuläre Wirkungen
Katecholamine wirken positiv inotrop und chronotrop über eine Stimulation der
Beta-1-Rezeptoren des Herzens. Der Blutdruck steigt einerseits durch eine Zunahme
des Herzminutenvolumens an und kann andererseits durch direkte Wirkung der Katecholamine
an den Gefässen moduliert werden. Die Erregbarkeit der Herzmuskelzellen nimmt
zu und als Folge können lebensbedrohliche atriale und ventrikuläre Tachykardien
auftreten.
Trotz der häufigen Anwendung von MP wird in der Fachliteratur kaum über schwer
wiegende Zwischenfälle mit dieser Substanz berichtet. Es gibt nur wenige Fallberichte
über Rhythmus-störungen in Zusammenhang mit MP. Nach intravenöser Verabreichung
von MP sind häufige, meist monomorphe ventrikuläre Extrasystolen ohne hämodynamische
Auswirkungen beobachtet worden [6]. Erstaunlicherweise ist
nur ein einziger Fall einer supraventrikulären Tachykardie beschrieben [7].
Ein toxikologisches Zentrum in den USA hat alle akzidentellen und absichtlichen
Ueberdosierungen von MP in der Altergruppe von 0 bis 18 Jahren über eine Periode
von 2 Jahren zusammen gestellt [8]. Bei 251 erfassten Fällen
sind bei keinem Patienten bei einer allerdings geringen mittleren peroralen
Dosis von 1.7mg/kg lebensbedrohliche Symptome aufgetreten. Bei einem Drittel
wurden eine Sinustachykardie und/oder eine arterielle Hypertonie als kardiovaskuläre
Wirkungen festgestellt. Auch das schweizerische Toxikologische Informationszentrum
hat eine Zunahme von Meldungen über MP registriert, doch sind bisher keine schweren
oder lebensbedrohlichen Vergiftungen vor-gekommen [9]. Aus
den USA wird hingegen über einen Todesfall eines 19-jährigen nach intranasalem
Abusus von MP berichtet [10] und Aufsehen erregt hat dort
auch die Anordnung einer Untersuchung zu einem möglichen Herztod eines Kindes
unter Ritalin durch einen Gerichtsmediziner [11]. Dieser
beruft sich offenbar auf eine Studie, bei welcher ein Zusammenhang zwischen
einer MP-Exposition und fokalen Myokardveränderungen bei Mäusen und Ratten festgestellt
wurde [12]. Obwohl die bei der Elektronenmikroskopie beobachteten
strukturellen Myokardläsionen bei verschiedenen Tieren unterschiedlich ausgeprägt
waren, wurde eine Abhängigkeit von der MP-Dosis und der Dauer der Anwendung
nachgewiesen. Die Autoren bemerken, dass ihnen keine weiteren ähnlichen Studien
bekannt seien und auch bei der Abfrage von Medline findet man unter den entsprechenden
Stichworten keine neueren Artikel.
4. Hinweise zur Anwendung
Wegen der Gefahr einer Abhängigkeit ist MP in der Anwendung streng kontrolliert
und den Betäubungsmitteln unterstellt.
Es ist als Tabletten und Retard-Tabletten im Handel, in der Schweiz als Ritalinâ
zu 10 mg und Ritalinâ SR zu 20 mg.
Die Tabletten mit verzögerter Wirkstofffreisetzung sollten unzerkaut geschluckt
werden.
Obwohl gleichzeitige Nahrungsaufnahme die Absorption erhöht, ist bei Gabe auf
nüchternen Magen – ca. 1 Stunden vor den Mahlzeiten - die Bioverfügbarkeit konstanter.
Die maxi-malen Konzentrationen im Plasma werden nach ca. 2 respektive 3 bis
5 Stunden (Retard-Formulierung) erreicht.. Die Retardformulierungen zeigen gegenüber
nichtretardierten Formulierungen eine Wirkungsverlängerung von ca. 5 auf 8 Stunden.
In den USA ist eine Einmal-täglich-Formulierung als orales therapeutisches System
(OROS) erhältlich
(Concerta ä Tabletten mit 36 resp. 54 mg Wirkstoff)
[13].
Die einschleichende Therapie bei Kindern wird in der Regel mit 5mg morgens
und mittags begonnen. Mit Dosissteigerungen von 5-10 mg pro Woche wird die individuelle
Dosis er-mittelt. Die maximale Dosierung soll 60 mg pro Tag nicht überschreiten.
Die monatlichen Kosten für eine Medikamententherpaie von 60 mg betragen ca.
sFr 70.-.
Eine regelmässige (Re-)Evaluation der Therapie ist notwendig. Günstige Ergebnissse
können auch nach Absetzen der Behandlung aufrecht erhalten bleiben.
Aus der Pharmakodynamik sind wichtige Medikamenteninteraktionen (Tab.
2) verständlich.
Sie sind von Bedeutung mit Medikamenten, die im zentralen und peripheren Neuro-transmitter-Stoffwechsel
eingreifen.
Worauf sollte nun bei der Verordnung von MP besonders geachtet werden und welches
sind die Kontraindikationen für eine MP-Therapie (Tab. 3)
?.
In einem Standardwerk der Pharmakologie [5] werden als Kontraindikationen
Hypertonie und Herzrhythmusstörungen genannt. Es liegt ein „Scientific Statement“
der American Heart Association über psychotrope Medikamente vor [14]
und für MP wird nur festgehalten, dass während der Behandlung kein spezifisches
Monitoring notwendig ist. Auch in den vor kurzem revidierten englischen Richtlinien
[1] wird erwähnt, dass schwere UAW von MP sehr selten sind.
Man findet dort aber die wichtige Einschränkung, dass keine Studien existieren,
welche die Nebenwirkungen einer langdauernden Behandlung mit MP untersucht haben.
In den selben Richtlinien wird empfohlen, bei einer Anamnese von Drogen- oder
Alkoholabusus das Medikament mit Vorsicht zu verordnen. Im übrigen gilt, dass
der Einsatz von MP bei Kindern unter 6 Jahren nicht durch klinische Daten dokumentiert
und deshalb allgemein nicht akzeptiert ist.
Selbstverständlich sollte vor jeder Behandlung mit MP eine genaue Anamnese
bezüglich Herz/Kreislaufkrankheiten aufgenommen werden. Besondere Aufmerksamkeit
muss dabei familiären Fällen von Sudden Death in jungen Jahren, welche am häufigsten
durch Herzrhythmusstörungen verursacht werden, gelten. Aufgrund der Wirkungen
von Katecholaminen an Herz und Gefässen darf Ritalin aber auch bei Kardiomyopathien
oder Herzvitien mit signifikanter Druck- oder Volumenbelastung einer Kammer
(z.B. schwere Aortenstenose oder schwere Pulmonalinsuffizienz nach Fallot-Korrektur)
nicht angewandt werden. Bei einem Kind ohne Anamnese von kardiovaskulären Problemen
kann die perorale Gabe von MP jedoch als sicher angesehen werden und auch bei
Kindern mit Herzfehlern mit geringen hämodynamischen Auswirkungen (z.B. kleiner
VSD oder leichter Herzklappenfehler) besteht kaum ein erhöhtes Risiko für Herz/Kreislauf-Zwischenfälle.
Es ist nicht nötig, bei Patienten ohne Risikofaktoren ein Routine-EKG abzuleiten
– bei unregelmässigem Puls (Extrasystolen?) muss allerdings eine genauere Abklärung
erfolgen. Auch bei Kindern und Jugendlichen mit Prädisposition zu arterieller
Hypertonie (z.B. nach operierter Aortenisthmusstenose) sollte man bei der Verordnung
von MP vorsichtig sein. Wir empfehlen ohnehin, bei allen Kindern unter MP regelmässig
den Blutdruck zu messen. Aus kardiovaskulärer Sicht sind für Patienten mit Nierenerkrankungen
jedoch keine zusätzlichen Vorsichtsmassnahmen ausser einer rigorosen Blutdruckkontrolle
zu ergreifen. Tab. 4 ent-
hält Hinweise, worauf vor einer Behandlung mit MP geachtet werden muss.
Zum Schluss möchten wir noch einmal festhalten, dass nach heutigem Stand des
Wissens die Behandlung mit MP bei Kindern ohne schwer wiegende Herz/Kreislauf-Erkrankungen
während einer Zeitspanne von 6 bis 12 Monaten mit einem geringen Risiko behaftet
ist.
M. Hämmerli, S. Mühlebach
Aarau
Adresse der Autoren :
Dr. M. Hämmerli, Facharzt für Kinderkardiologie
Kantonsspital, 5001 Aarau
mark.haemmerli@ksa.ch
PD Dr. S. Mühlebach, Chefapotheker
Kantonsspital, 5001 Aarau
stefan.muehlebach@ksa.ch
Tab. 1: Pharmakokinetische Kenngrössen von Methylphenidat
[5,13,15]
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Absorption (p.o.)
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80%
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Relative p.o. Bioverfügbarkeit
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10-50% (hohe Variabilität)
(First-pass-Effekt)
|
|
Plasma-Proteinbindung
|
10-30%
|
|
Verteilungsvolumen
|
1.3 l/kg
|
|
Plasma-Eliminationshalbwertszeit
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2-4 Stunden
|
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Elimination
|
Extensiv hepatisch metabolisiert.
90% im Urin ausgeschieden
(< 1% unverändert)
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Tab. 2 : Medikamenteninteraktionen mit Methylphenidat [13]
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Ko-Medikation
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Wirkung
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Kommentar
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Guanethidin
(postganglionärer a-Blocker)
|
ê
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Der antihypertensive Effekt wird reduziert. Dosis-abhängige
Interaktion.
Kombination verhindern.
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|
Antiepileptika
(Phenytoin, Phenobarbital, Primidone)
|
é
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Erhöhung der Blutspiegel der Antiepileptika, verstärkte pharmakologische
und toxikologische Wirkung.
|
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Trizyklische Antidepressiva (TZA)
|
é
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Erhöhte Serumkonzentrationen der TZA
|
|
Selektive Serotonin- Wiederaufnahme-Hemmer
(SSRI)
|
é
|
Erhöhte Serumkonzentrationen der SSRI
|
|
Monoamino-Oxidase-Hemmer (MAO-I)
|
é
|
Verstärkte Wirkung von Methylphenidat mit Hypertension (über mehrere
Wochen nach Absetzen der MAO-I)
|
Tab. 3: Anwendungsrichtlinien für Methylphenydat
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Verordnung unbedenklich bei
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Vorsicht bei
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kontraindiziert bei
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-
Alter < 6 Jahre
-
Kindern mit operierten Herzvitien, Rhythmusstörungen ohne hämodynamische
Auswirkung oder St. n. Rhythmusstörungen im Säuglingsalter
-
Anamnese von Alkohol- oder Drogenabusus (auch familiär)
-
langdauernder Anwendung (während Jahren)
|
-
Sudden Death in der Familienanamnese
-
Herzrhythmusstörungen mit hämodynamischer Auswirkung
-
Kardiomyopathien
-
schweren Herzvitien (Druck- oder Volumenbelastung einer Herzkammer)
-
arterieller Hypertonie
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Tab. 4: Abklärungen vor Beginn einer Behandlung mit Methylphenidat
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m Anamnese
|
è |
Risikofaktoren ? (siehe Tab. 3) |
| m klinische Untersuchung |
è |
unregelmässiger Rhythmus ?, |
| |
è |
signifikantes Herzgeräusch ? |
| |
è |
verstärker Herzimpuls ? |
| m BD-Messung |
| m EKG oder weitere Abklärungen
nicht notwendig bei unauffälliger Anamnese und klinischen Befunden |
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Literatur
- National Institute for Clinical excellence (HS), Guidance on the use of
methylphenidate for attention deficit/hyperactivity disorder (ADHD) in childhood,
October 2000 (http://www.nice.org.uk/methylph-guidance13.pdf)
- American Acadamy of Pediatrics, Clinical Practice Guideline: Treatment of
school-aged children with attention-deficit/hyperactivity disorder, Pediatrics
2001;108(4):1033-1044
- WHO, Statistik der psychotropen Substanzen 1997
- Montandon JB, Medioni L. Evolution du nombre de prescriptions de Ritaline
dans le canton de Neuchâtel entre 1996 et 2000. Bericht BAG, Sept 2001
- Dollery C (editor), Methylphenidate in: Therapeutic Drugs 2nd
edition, M121-M124, Chruchill Livingstone, Edinburgh 1999
- Lucas PB, Gardner DL, Wolkowitz OM et al. Methylphenidate-induced cardiac
arrhythmias. N Engl J Med 1986; 315(23):1485
- Gracious BL. Atrioventricular nodal re-entrant tachycardia associated with
stimulant treatment. J Child Adolesc Psychpharmacol 1999; 9(2): 125-128
- White SR, Yadao CM. Characterization of methylphenidate exposures reported
to a regional poison control center. Arch Pediatr Adolesc Med 2000; 154(12):1199-1203
- Persönliche Mitteilung von Frau Dr. S. Schnorf-Huber, Schweizerisches Toxikologisches
Informationszentrum
- Massello W, Carpenter DA. A fatality due to the intranasal abuse of methylphenidate
(Ritalin). J of Forensic Sciences 1999; 44(1): 220-221
- Data on file, Novartis Schweiz
- Henderson TA, Fischer VW. Effects of methylphenidate (Ritalin) on mammalian
myocardial ultrastructure. Am J of Cardiovasc Pathology 1994; 5(1): 68-78
- Kastrup E.K. (editor), Methylphenidate in: Drug Facts and Comparisons ,
September 2001 update, 773-774a, Wolters Kluwer Company, St. Louis, Missouri
(USA)
- Gutgesell H, Atkins D, Barst R et al. Cardiovascular Monitoring of Children
and Adolescents Receiving Psychotropic Drugs. A statement for health care
professionals from the Committee on Congenital Cardiac Defects, Council on
Cardiovascular Disease in the Young, American Heart Association. Circulation
1999; 99(7): 979-982
- Drugdex, Methylphenidate, Micromedexâ,
Syracuse (USA)
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