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Prävention der Osteoporose im Kindesalter?
Nach neuesten epidemiologischen Erkenntnissen stellt die Osteoporose ein bedeutsames
gesundheitspolitisches Problem dar: 30% der amerikanischen Frauen über 50 Jahren
und 70% über 80 Jahren leiden darunter; in Frankreich befällt die Krankheit
30-40% der Frauen nach der Menopause und mehr als die Hälfte nach dem Alter
von 75 Jahren. Die Osteoporose betrifft die industrialisierten Gesellschaften,
deren Lebenserwartung immer länger wird. Das häufigste klinische Korrelat ist
die Fraktur, deren Schweregrad durch die nachfolgenden Komplikationen determiniert
wird. Gemäss der Statistik des Krankenkassen-Konkordates haben durch Osteoporose
bedingte Schenkelhalsfrakturen im Jahr 1992 200'000 Hospitalisationstage verursacht.
Wie bei der Adipositas und der Arteriosklerose sind die Pädiater direkt betroffen,
weil sie eine aktive Prävention dieser Krankheit und ihrer Folgeerscheinungen
während Kindheit und Adoleszenz, den Lebensphasen, wo die Kalziumreserven des
Erwachsenen angelegt werden, durchführen können. A. Duhamel et al präsentieren
untenstehend neue Erkenntnisse aus ihren Arbeiten über das Kalzium in der Adoleszenz
und daraus abgeleitete therapeutische Vorschläge. K. Baerlocher und R. Rizzoli
analysieren die Daten aufgrund ihrer Erfahrung. Wir möchten damit die Diskussion
über dieses wichtige Thema eröffnen.
R. Tabin, Sierre
(Übersetzung : U. Lips, Zürich(
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