Jahresbericht des Präsidenten 2000 / 2001


Ich habe versucht, in Editorials und besonderen Berichten zu standespolitischen Themen für eine möglichst aktualisierte Information zu sorgen, weshalb ich mich in meinem Jahresbericht auf einige Kernthemen be-schränke. Charakterisierte der Titel "Übergang" meine letztjährigen Ausführungen, so kann man in diesem Jahr von "Konsolidierung" sprechen. Sicher darf es als gutes Zeichen gewertet werden, dass über die ei-gentlichen Basis-Aktivitäten in erster Linie durch die/den Präsidentin/Präsidenten der beiden Sektionen berichtet wird. Es war immer die Idee der Strukturreform, dass der Zentralvorstand (ZV) sich vor allem mit denjenigen Themen beschäftigen soll, bei denen die SGP als Fachgesellschaft aller PädiaterInnen ange-sprochen ist.

In diesem Kontext stehen die Beziehung zur FMH und die Lösung der Aufgaben, denen wir uns in dieser übergeordneten Organisation zu stellen haben, an zentraler Stelle. Drei Themen prägten diese Zusam-menarbeit:

  • TarMed
  • Titelfrage
  • Weiterbildungsprogramm (WBP)

Mit der Ärztekammer vom 4./5. Mai 2001 wurde ein weiterer Schritt auf dem Weg der Etablierung einer neuen Tarifstruktur gemacht. Bezüglich der Resultat verweise ich auf die Publikationen in der SAeZ und streiche hier nur einen besonderen Problempunkt heraus. Sorgfältige Kalkulationen einiger Kollegen an-hand der aktuellen TarMed-Version 1.0 haben gezeigt, dass die Einkommensverhältnisse für die KinderärztInnen im besten Fall knapp gehalten werden, je nach Taxpunktwert jedoch auch deutlich absinken könnten. Im Rahmen des sog. Reengineerings sollen nun bis Ende Juli 2001 die Fehler korrigiert werden. Die Kooperation FMH-SGP funktioniert gut, weshalb Hoffnung durchaus erlaubt ist.

Sicher war die Ablehnung unseres Antrags für spezialisierte pädiatrische Facharzttitel durch die Ärzte-kammer ein herber Rückschlag. Dank sehr konstruktiver Arbeit unserer SpezialistInnen-VertreterInnen konnte jedoch die Integration der Schwerpunkte in das angepasste WBP problemlos erfolgen, so dass wir nun über ein aktualisiertes Programm mit sanktionierender Facharztprüfung verfügen. Dass dabei alles für die Zukunft genagelt wäre, ist ein Irrtum: parallel zu den erwähnten Anpassungen hat die WB-Kommission bereits die Grundlagen für eine umfassend neu strukturierte WB für Pädiatrie erarbeitet.

Im Rahmen der an der letzten GV präsentierten Zielsetzungen war die Professionalisierung unserer Fachgesellschaft ein wichtiges Thema. Der ZV hat die dazu notwendigen Abklärungen durchgeführt, unter Berücksichtigung der Ansprüche beider Sektionen. Für welchen Weg die SGP sich entscheiden wird, hängt im wesentlichen von der Bereitschaft ab, die finanziellen Konsequenzen eines professionalisierten Mana-gements zu tragen. Die Varianten werden an unserer diesjährigen Jahresversammlung präsentiert. Im Rahmen der zunehmenden finanziellen Ansprüchen an unsere Mitglieder spielt selbstverständlich auch das Sponsoring eine nicht unwesentliche Rolle. Der ZV hat deshalb verschiedene Varianten überprüft und wird auch gewisse Erfolge anlässlich der GV vorlegen.

In einer Zeit mit immer perfekteren Informationsmitteln steigen die Ansprüche an eine gute Kommunikati-on kontinuierlich an. So bildete denn das Thema Kommunikation auch den Schwerpunkt der diesjährigen SGP-Klausurtagung. Neben ZV und den Vorständen der Sektionen waren auch die regionalen PräsidentIn-nen sowie die A-Klinikchef(fe)s eingeladen. Basierend auf einem Konsens, dass die elektronische Informa-tionsübermittlung nicht ein Thema der Zukunft, sondern der Gegenwart darstellt, haben wir relativ rasch klare Verbesserungsmöglichkeiten erarbeiten können. Dabei kommt uns unsere bereits sehr aktiv bearbei-tete Homepage und die etablierte e-group sehr gelegen, denn auf diesen Plattformen lassen sich die weite-ren Projekte am besten realisieren. Nur am Rande sei noch erwähnt, dass ohne die (meist spät-nächtliche!) e-mail Korrespondenz keiner unserer Vorstände mehr auskommen würde!

Präsident und ZV werden anlässlich der GV für weitere Detailfragen zur Verfügung stehen. Unbestritten bleibt die Tatsache, dass die SGP nur mit der Bereitschaft ihrer Mitglieder, neben ihrer attraktiven berufli-chen Aktivität auch standespolitische Aufgaben zu übernehmen, den stetig steigenden Anforderungen des modernen gesundheitspolitischen Umfelds wird begegnen können. In Kommissionen und Arbeitsgruppen wird sehr viel Arbeit geleistet, und ich möchte an dieser Stelle all den aktiven KollegInnen für ihren grossen Einsatz danken. Im Wissen diese grosse Unterstützung habe ich mich auch dafür entscheiden können, für eine weitere Amtsperiode als SGP-Präsident zu kandidieren.


U. Bühlmann, Zürich

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Dernière mise à jour du site: 25.06.2008