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Zunehmende Antibiotikaresistenz bei Pneumokokken
Konsequenzen für die empirische antibiotische Therapie der akuten
Otitis media
Kathrin Mühlemann1 und C. Aebi2,
Bern
1 für die Sentinella Arbeitsgemeinschaft,
Interfakultäre Instanz für Allgemeinmedizin, Universität Bern, Bundesamt
für Gesundheit
2 Institut für Infektionskrankheiten und Medizinische
Universitätskinderklinik, Universität Bern
Aktuelle Resistenzlage
Resistenzprobleme bei Pneumokokken haben in den letzten Dekaden weltweit
rasch zugenommen. In der Schweiz blieb die Lage über lange Zeit relativ
stabil. Bis in die 90-er Jahre bewegte sich der Prozentsatz von Pneumokokken
mit verminderter Empfindlichkeit gegen Penicillin unter 10% mit einem
kleinen Anteil hochresistenter Isolate (etwa 1%). Neueste Daten aus der
Sentinellastudie weisen nun aber darauf hin, dass sich auch bei uns die
Resistenzlage rasch und drastisch verändert. In dieser Studie wurden über
den Zeitraum von zwei Jahren, 1998 und 1999, nasopharyngeale
Pneumokokkenisolate von Kindern mit akuter Otitis media oder Pneumonie in
der ambulanten Praxis untersucht. Da die Erhebung auf dem
Sentinellaüberwachungssystem basierte, sind die Daten für die ganze
Schweiz repräsentativ.
Die Analyse zeigte frappante regionale Unterschiede mit einer rascher
zunehmenden Resistenzentwicklung in der Westschweiz. Zum Beispiel sind in
der Westschweiz etwa ein Fünftel der Pneumokokkenisolate vermindert
empfindlich gegen Penicillin während dieser Anteil in den übrigen Regionen
immer noch unter 10% liegt. In der Westschweiz hat dieser Anteil innert der
Jahre 1998 und 1999 etwa um ein drittel zugenommen, während er in den
übrigen Regionen relativ stabil blieb. Eine ähnliche Dynamik zeigt sich
für die Makrolide und Cotrimoxazol (Trimethoprim/Sulfamethoxazol). Frappant
ist die wesentlich höhere Resistenzlage in der Altersgruppe der unter
2-jährigen Kinder. In der Westschweiz beträgt der Anteil von
Pneumokokkenisolaten mit einer verminderten Empfindlichkeit gegen Penicillin
in dieser Altersgruppe mittlerweile fast 30%. Knapp 40% der Isolate sind
resistent gegen Cotrimoxazol !
Relevant für die Wahl einer Antibiotikatherapie ist die Tatsache, dass
Pneumokokken mit verminderter Empfindlichkeit gegen Penicillin häufig
resistent sind gegen andere Antibiotika(-klassen) wie die oralen
Cephalosporine, Makrolide und Cotrimoxazol. Zum Beispiel sind etwa die
Hälfte der Pneumokokkenisolate mit verminderter Penicillinempfindlichkeit
nicht mehr empfindlich gegen Cefaclor und Azithromycin.
Unsere Daten weisen darauf hin, dass verschiedene Faktoren wie die
epidemische Verbreitung eines Pneumokokkenklons des Serotyp 19F und die
Antibiotikaverschreibungspraxis für die Entwicklung der
Pneumokokkenresistenzlage in der Schweiz eine entscheidende Rolle spielen.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich die
Pneumokokkenresistenzlage in der Schweiz zur Zeit rasch verschlechtert. Dies
betrifft im Moment vor allem die Westschweiz und Kinder unter 2-jährig. Es
muss aber damit gerechnet werden, dass sich dieser Trend auch auf andere
geographische Regionen und Altersgruppen ausbreitet. Die Multiresistenz von
Pneumokokken mit verminderter Penicillinempfindlichkeit gegenüber andern
gebräuchlichen Antibiotika muss bei der Wahl der Therapie in der Praxis
berücksichtigt werden.
Konsequenzen für die antimikrobielle Therapie der akuten Otitis media
A. Grundsätzliche Bemerkungen
Die akute Otitis media ist in über 80% der Fälle eine bakterielle
Infektion. Die oben diskutierten Pneumokokken (30-50% der Fälle), Haemophilus
influenzae (20-40%) und Moraxella catarrhalis (5-20%) sind in
dieser Reihenfolge die klinisch relevanten Erreger. Hauptsächlich
Pneumokokken, aber auch H. influenzae sind für jene Fälle
verantwortlich, bei denen es nicht zu einer spontanen Heilung innert 3-7
Tagen kommt. Für Pneumokokken wurde gezeigt, dass antimikrobielle
Resistenzmuster von Isolaten aus Nasopharynx und Mittelohr weitgehend
übereinstimmen 1. Die eingangs beschriebenen
schweizerischen Resistenzdaten können deshalb für ein rationales
Therapiekonzept der akuten Otitis media herangezogen werden.
Die antibakterielle Therapie der akuten Otitis media ist eine wirksame
Behandlungsmethode. Wegen der hohen spontanen Heilungsrate von 70-80% muss
aber eine grosse Patientenzahl überblickt werden, um einen günstigen
Therapieeffekt erkennen zu können 2. Neue
Studien bestätigen, dass eine antibiotische Therapie, die innert 3-4 Tagen
zur Eradikation des Erregers aus dem Mittelohr führt, in über 95% zur
klinischen Besserung führt, während eine Therapie ohne Erregereradikation
etwa gleich abschneidet wie Placebo, d.h. klinische Besserung erfolgt in
etwa 70% der Patienten 3,4.
Der restriktive Einsatz von Antibiotika bei akuter Otitis media mit dem
Ziel, bei hoher Spontanheilungsrate diejenigen Patienten zu identifizieren,
die tatsächlich einer Therapie bedürfen, ist sinnvoll und notwendig. Ein
mögliches Vorgehen zur Verringerung unnötiger Antibiotikaverschreibungen
wurde kürzlich in dieser Zeitschrift diskutiert 5.
Mit dem vorgeschlagenen Prinzip des um 24 bis 48 Stunden verzögerten
Therapieentscheides können hauptsächlich diejenigen Patienten
ausgeschieden werden, bei denen die ursprüngliche Verdachtsdiagnose einer
bakteriellen Otitis media nicht richtig war.
Entscheidet sich der Arzt zu einer antibiotischen Therapie, so soll eine
Behandlung gewählt werden, die eine Eradikation des Erregers aus dem
Mittelohr mit grösstmöglicher Zuverlässigkeit erreicht. Diese Strategie
dient nicht nur der Optimierung des klinischen Therapierfolgs, sondern auch
der Verhinderung von Resistenzentwicklungen.
- die akute Otitis media ist eine bakterielle Infektion
- bei fehlender Spontanbesserung garantiert nur eine zur
Eradikation des Erregers aus dem Mittelohr führende Therapie den
klinischen Erfolg
- die Eradikation des Erregers aus dem Mittelohr optimiert den
Therapieerfolg und verhindert die Selektion resistenter Erreger
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B. Amoxicillin ist weiterhin das Antibiotikum der ersten Wahl
Gerade wegen der zunehmenden Antibiotikaresistenz der Pneumokokken bleibt
Amoxicillin die Therapie der Wahl bei akuter Otitis media. Eine 5-tägige
orale Behandlung in einer Dosis von 50 mg/kg pro Tag in 2 Dosen gilt als
Standardtherapie (Tabelle 1). Die rationale Begründung
für diese Empfehlung basiert auf folgenden Beobachtungen:
- Pharmakokinetik: Hohe dosisunabhängige orale Bioverfügbarkeit und
hohe Mittelohrkonzentrationen zeichnen Amoxicillin aus. Neuere Daten mit
Amoxicillin-Clavulanat lassen den Analogieschluss zu, dass Amoxicillin
für die Behandlung der akuten Otitis media wie die Mehrzahl der anderen
oralen Antibiotika in 2 Tagesdosen verabreicht werden kann 4.
- Pharmakodynamik: Von allen verfügbaren oralen Antibiotika weist
Amoxicillin im Mittelohr den grössten Quotienten zwischen erreichter
extrazellulärer Konzentration und notwendiger Konzentration zur Hemmung
des Bakterienwachstums auf 6. Deshalb ist
auch bei Pneumokokken mit verminderter Penicillinempfindlichkeit in den
meisten Fällen mit einer Eradikation des Erregers zu rechnen, und zwar
in der oben erwähnten Standarddosierung. In dieser Beziehung ist
Amoxicillin den Cephalosporinen der 2. und 3. Generation überlegen 6.
- Verträglichkeit: Bei klinischem Therapieversagen (s. unten) kann die
Tagesdosis auf 80-90 mg/kg pro Tag in 2-3 Dosen erhöht werden, ohne
dass Verträglichkeitsprobleme auftreten 7.
Für Cephalosporine (z.B. Cefuroxim-axetil, Cefaclor, Cefprozil,
Cefpodoxim, Ceftibuten, Cefixim) sind klinische Daten über
Hochdosistherapien nicht verfügbar, für Makrolide (z.B. Azithromycin,
Clarithromycin) und Cotrimoxazol sind Dosiserhöhungen nicht sinnvoll,
weil resistente Erreger Konzentrationen tolerieren, die in vivo
keinesfalls erreicht werden können.
C. Vorgehen bei klinischem Versagen von Amoxicillin >72 Stunden
Kommt es unter der Standardtherapie mit Amoxicillin nicht zu einer
Besserung, so ist bei korrekter Diagnose und Medikamenteneinnahme
bakteriologisches Versagen die häufigste Ursache. Für bakteriologisches
Versagen sind entweder penicillinresistente Pneumokokken oder
betalaktamase-produzierende H. influenzae oder M. catarrhalis
verantwortlich. Der rationale Ansatz für eine verbesserte Therapie besteht
also in
- Dosiserhöhung des Betalaktamantibiotikums zur
Überwindung der Pneumokokkenresistenz 6
und
- Betalaktamasestabilität zur Überwindung der Resistenz
von H. influenzae und M. catarrhalis
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Weil der Therapieentscheid in der Versagersituation meist empirisch, d.h.
ohne Kenntnis des verursachenden Erreger gefällt werden muss, ist es
sinnvoll, eine Therapieform zu wählen, die beiden Anforderungen gerecht
wird. Folgende Optionen sind in genannter Reihenfolge sinnvoll (Tabellen
1 und 2):
- Amoxicillin-Clavulanat (Augmentin DUO®) 80-90 mg/kg in
2-3 Dosen während 5 Tagen. Der Markenname dieses Generikums wird
hier erwähnt, weil in dieser Dosierung dasjenige Präparat verwendet
werden soll, das eine verminderte Clavulanatdosis enthält (Amoxicillin
zu Clavulanat 7:1). Diverse andere Markenpräparate von
Amoxicillin-Clavulanat enthalten mehr Clavulanat (4:1) und verursachen
bei hoher Dosis sehr häufig intestinale Nebenwirkungen.
Amoxicillin-Clavulanat im Verhältnis 7:1 ist in der Schweiz für Kinder
im Alter von über 2 Jahren registriert. Es wurde aber gezeigt, dass
dieses Präparat für Kinder ab 2 Monaten für die Behandlung der Otitis
media sicher und wirksam ist 4,8. Mit der
hohen Amoxicillindosis werden Mittelohrkonzentrationen erreicht, die
auch penicillinresistente Pneumokokken hemmen 7.
Clavulanat hemmt die Betalaktamase von H. influenzae und M.
catarrhalis.
- Ceftriaxon (Rocephin®) 50 mg/kg in 1 Tagesdosis IV oder
IM an 1-3 Tagen. Diese Therapieform soll als ultima ratio eingesetzt
werden, wenn Amoxicillin-Clavulanat in hoher Dosis versagt oder wenn
eine orale Therapie nicht zuverlässig verabreicht werden kann. In den
meisten Fällen genügt eine Einzeldosis, weil damit im Mittelohr hohe
Wirkspiegel erreicht werden, die über mehrere Tage anhalten. Bisher
nicht publizierte Daten weisen aber daraufhin, dass bei Infektion mit
hochresistenten Pneumokken 3 Dosen verabreicht werden müssen (R. Dagan,
persönliche Mitteilung).
D. Indikationen für andere Antibiotika
Die zu erwartende klinische Wirksamkeit gebräuchlicher Antibiotika ist
nach Erreger geordnet in Tabelle 2 zusammengefasst,
wobei vermerkt ist, für welche Antibiotikum-Erreger Kombinationen direkte
Evidenz aus Doppeltympanozentese-Studien (die Erregereradikation aus dem
Mittelohr wird mittels zweier Tympanozentesen im Abstand von 3-4 Tagen
objektiviert und mit dem klinischen Ansprechen korreliert) vorliegt.
- Bei den Cephalosporinen der 2. Generation (Cefuroxim-axetil, Cefaclor
und Cefprozil) kann lediglich für Cefuroxim-axetil (Zinat®)
eine gewisse Wirsamkeit bei intermediär-resistenten Pneumokokken
angenommen werden, bei hochresistenten Pneumokokken ist in der
Standarddosierung keine Wirkung zu erwarten 6.
Die Wirksamkeit gegen H. influenzae ist genügend. Cefaclor
(Ceclor®) hat in einer neuen Doppeltympanozentese-Studie
besonders bei Infektion mit H. influenzae (Versagerrate 52%)
schlecht abgeschnitten 9. Unsere in
vitro-Daten zeigen, dass Cefaclor auch bei Pneumokokken wenig wirksam
ist. Cefprozil (Procef®) ist gegen Pneumokokken
wahrscheinlich gleich wirksam wie Cefuroxim-axetil, die in
vitro-Wirsamkeit gegen H. influenzae ist ungenügend. Diese
Gruppe von Substanzen ist deshalb bei Versagen von Amoxicillin nicht zu
empfehlen.
- Cephalosporine der 3. Generation (Cefpodoxim [Podomexef®,
Orelox®], Ceftibuten [Cedax®], Cefixim [Cephoral®])
zeigen gegen penicillinempfindliche Pneumokokken im Mittelohr nur eine
marginale Wirksamkeit, bei verminderter Penicillinempfindlichkeit
erreichen sie nur ungenügende Wirkstoffkonzentrationen. Trotz
ausgezeichneter Wirksamkeit gegen H. influenzae und M.
catarrhalis sind sie deshalb bei Versagen von Amoxicillin nicht zu
empfehlen.
- Unter den neuen Makroliden ist hauptsächlich Azithromycin (Zithromax®)
gut untersucht worden. Wie Cefaclor zeigt Azithromycin in
Doppeltympanozentese-Studien bei Infektionen mit H. influenzae
eine hohe bakteriologische Versagerrate von 53 bis 61% 9
und ist Amoxicillin-Clavulanat diesbezüglich auch bei Infektionen mit
Pneumokokken deutlich unterlegen 4. Unsere
Daten zeigen, dass bei vermindert penicillinempfindlichen Pneumokokken
auch unter Azithromycin mit einer Versagerrate von über 40% zu rechnen
ist. Clarithromycin (Klaciped®) ist bezüglich der
Fähigkeit, Erreger aus dem Mittelohr zu eradizieren, nicht
dokumentiert. Es ist aber anzunehmen, dass sich Clarithromycin und
Azithromycin ähnlich verhalten. Makrolide sind den empfohlenen
Betalaktamantibiotika bezüglich antibakterieller Wirksamkeit unterlegen
und sollten nur bei schwerer Betalaktamunverträglichkeit zum Einsatz
kommen.
- Cotrimoxazol ist aufgrund bereits jetzt hoher Resistenzraten bei
Pneumokokken als Initialtherapie nicht mehr geeignet. Bei Versagen von
Amoxicillin wegen penicillinresistenten Pneumokokken ist mit
gleichzeitiger Cotrimoxazolresistenz in über 40% der Fälle zu rechnen.
Korrespondenz:
PD Dr. K. Mühlemann
Institut für Infektionskrankheiten
Universität Bern
Inselspital
CH-3010 Bern
Telefon 031 632 3259
Fax 031 632 3550
E-mail : muehlemann@imm.unibe.ch
Literatur
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Leiberman A, Dagan R. Predictive value of pneumococcal nasopharyngeal
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children. Pediatr Infect Dis J 2000;19:298-303.
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Canafax DM. Clinical efficacy of antimicrobial drugs for acute otitis
media: metanalysis of 5400 children from thirty-three randomized trials.
J Pediatr 1994;124:355-367.
- Dagan R, Leibovitz E, Greenberg D, Yagupsky P, Fliss DM, Leiberman A.
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treatment of acute otitis media is associated with improved clinical
outcome. Pediatr Infect Dis J 1998;17:776-782.
- Dagan R, Johnson CE, McLinn S, Abughali N, Feris J, Leibovitz E, Burch
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amoxicillin/clavulanate vs. azithromycin in acute otitis media. Pediatr
Infect Dis J 2000;19:95-104.
- Berger C, Michel K. Akute Otitis media: Vorschlag für ein neues
Management. Paediatrica 2000;11:6-9.
- Craig WA, Andes D. Pharmacokinetics and pharmacodynamics of
antibiotics in otitis media. Pediatr Infect Dis J 1996;15:255-259.
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Infect Dis J 1997;16:710-711.
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- Dagan R, Leibovitz E, Fliss DM, Leiberman A, Jacobs MR, Craig W,
Yagupsky P. Bacteriologic efficacies of oral azithromycin and oral
cefaclor in treatment of acute otitis media in infants and young
children. Antimicrob Agents Chemother 2000;44:43-50.
Tabelle 1: Rationale Therapie der akuten Otitis
media
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Substanz und Dosierung |
Therapiedauer (Tage) |
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1. Wahl |
Amoxicillin 1
50 mg/kg/d in 2 Dosen
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5 |
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2. Wahl |
Amoxicillin-clavulanat 2
80-90 mg/kg/d in 2-3 Dosen
|
5 |
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3. Wahl |
Ceftriaxon
50 mg/kg IM 3 oder IV Einzeldosis
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1-3 |
1 bei schwerer Betalaktamunverträglichkeit:
Clarithromycin 15 mg/kg/d in 2 Dosen
Azithromycin 10 mg/kg/d in 1 Dosis (3 Tage)
Cotrimoxazol 36 mg/kg/d in 2 Dosen
2 Augmentin DUO
3 kann in Lidocain 1% anstelle von Wasser
aufgelöst werden
Tabelle 2: Eradikation im Mittelohr bei akuter Otitis
media
| Antibiotikum |
Pneumokokken |
H.
influenzae |
M.
catarrhalis |
| empfindlich |
intermediär |
resistent |
BL1
negativ |
BL1
positiv |
BL1
positiv |
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Amoxcillin
50 mg/kg/d |
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Amoxcillin
80 mg/kg/d |
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Amox/Clav
80 mg/kg/d |
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Cefuroxim
30 mg/kg/d |
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Cefaclor
40 mg/kg/d |
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Azithromycin
10 mg/kg/d |
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Cotrimoxazol
36 mg/kg/d |
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Ceftriaxon
50 mg/kg/d |
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Eradikation (in Doppeltympanozentese-Studien nachgewiesen) |
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Eradikation (zu erwarten aufgrund erreichter
Mittelohrkonzentrationen und MHK) |
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keine Eradikation (in Doppeltympanozentese-Studien nachgewiesen) |
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keine Eradikation (zu erwarten aufgrund erreichter
Mittelohrkonzentrationen und MHK) |
1 BL Betalaktamase
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