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ABKLÄRUNG UND BEHANDLUNG VON NEUGEBORENEN HIV-INFIZIERTER MÜTTERAllgemeine BemerkungenBei der Mehrheit der HIV-infizierten Frauen ist die HIV-Infektion bereits vor der Schwangerschaft bekannt oder sie wird zu Beginn einer Schwangerschaft entdeckt. Viele profitieren schon vor der Schwangerschaft von einer antiretroviralen Therapie oder erhalten eine solche, bestehend aus zwei oder drei verschiedenen Medikamenten, während der Schwangerschaft angeboten. Während der Schwangerschaft ist dabei AZT im allgemeinen eine Komponente der kombinierten antiretroviralen Therapie. Bei einer mütterlichen HIV-Infektion wird heute allgemein eine elektive Kaiserschnittentbindung sowie eine intravenöse AZT-Therapie unter der Geburt empfohlen. Das Kind wird während den ersten vier Lebenswochen ebenfalls mit AZT in Form eines Sirups behandelt. Solange neue Erkenntnisse fehlen, bleibt das Stillen bei HIV-infizierten Müttern kontraindiziert. Erste grossangelegte Kohorten-Studien von HIV-betroffenen Mutter-Kind-Paaren haben gezeigt, dass sich die vertikale HIV-Uebertragungsrate mit diesen Massnahmen ganz erheblich reduzieren lässt. Man darf heute davon ausgehen, dass das Risiko einer HIV-Infektion bei Neugeborenen von HIV-infizierten Müttern unter 5% (eher sogar unter 2%) liegt, wenn diese Massnahmen ergriffen werden und die antiretrovirale Therapie der Mutter wirksam ist (Virämie < 1'000 RNS-Kopien/ml).
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