Fallbeschreibung:

Sie betreuen das Termingeborene einer 19-jährigen Erstgravida Erstpara, die seit 2 Jahren in einem Methadonprogramm ist und zur Zeit 40 mg Methadon pro Tag nimmt. Die Geburt in der 37 6/7 SSW war problemlos, das Kind hatte ein Geburtsgewicht von 2960 g und eine gute postnatale Adaptation (Apgar 8-9-9). Es zeigte in den ersten 6 Stunden keinerlei Symptome eines Entzugs. Die Mutter möchte eine ambulante Geburt und das Kind jetzt mit nach Hause nehmen.

Frage 1:

Welche Gründe sprechen dafür, das Kind nötigenfalls auch gegen den mütterlichen Willen im Spital zu behalten?


Ihre Antwort :

       

Frage 2:

Inwiefern unterscheidet sich das neonatale Entzugsyndrom nach Methadon von demjenigen nach Heroin?


Ihre Antwort :

       

Frage 3:

Welche Medikamente stehen Ihnen zur Behandlung des Entzugssyndroms zur Verfügung?


Ihre Antwort :

       

Frage 4:

Unter welchen Bedingungen würden Sie diese Mutter ihr Kind stillen lassen?


Ihre Antwort :

       

Kommentar:

Es gibt im Moment in der Schweiz keine "unité de doctrine" in Bezug auf die medikamentöse Behandlung des neonatalen Drogenentzugs. Die am häufigsten eingesetzten Substanzen sind Morphin, Chlorpromazin und Phenobarbital. Um die Wirksamkeit dieser drei Medikamente vergleichen zu können läuft zur Zeit eine multizentrische, prospektive, kontrollierte und doppelt maskierte Studie, die "Schweizerische Studie zum Drogenentzug beim Neugeborenen".

 


Romaine Arlettaz, Zürich
C. Kind, St. Gallen


Literatur

Rennie and Roberton, Textbook of Neonatology, 3rd Edition

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Dernière mise à jour du site: 25.06.2008