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27.09.2018 -

Parlamentarische Gruppe für Kinder- und Jugendmedizin gegründet

Die flächendeckende Versorgung der Kinder, die Regelung des Ärztenachwuchses sowie die kostendeckende Finanzierung der Kinder- und Jugendmedizin sind Herausforderungen im stationären wie im ambulanten Sektor, für die es Lösungen braucht. Die Parlamentarische Gruppe Kinder- und Jugendmedizin ist politisch breit abgestützt. Dem Co-Präsidium gehören Ständerat Damian Müller (FDP, LU) sowie die Nationalrätinnen Marina Carobbio Guscetti (SP, TI), Verena Herzog (SVP, TG), Ruth Humbel (CVP, AG) und Nationalrätin Tiana Moser (glp, ZH) an. Alle drei in der Kinder- und Jugendmedizin tätigen offiziellen Fachgesellschaften, die Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie (SGP), die Schweizerische Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie (SGKJPP) und die Schweizerische Gesellschaft für Kinderchirurgie (SGKC) unterstützen die Gründung explizit und werden aktiv mitarbeiten.


Das Co-Präsidium wünscht bewusst eine enge Zusammenarbeit des ambulanten und des stationären Sektors in der Kindermedizin, der Kinderchirurgie und der Kinderpsychiatrie/-psychologie. «Sololäufe, sind nicht zielführend. Es braucht eine Gesamtsicht, welche nicht den ambulanten oder den stationären Sektor bevorzugt, sondern bezüglich der Versorgung die optimale Lösung bringt», sagt der Luzerner FDP-Ständerat Damian Müller an der Gründungsversammlung. «Mit der Gründung einer parlamentarischen Gruppe möchten wir dazu beitragen, die Attraktivität des Berufs der Kindermedizin zu stärken und Versorgungsengpässe zu vermeiden» fügt Verena Herzog, SVP-Nationalrätin aus dem Kanton Thurgau an. «Kindermedizin ist mit der Erwachsenenmedizin kaum vergleichbar, weil die Fallzahlen klein, die Infrastrukturkosten hoch und der Betreuungsaufwand riesig sind» sagte die Ärztin und Tessiner SP-Nationalrätin Marina Carobbio Guscetti. «Die Kindermedizin ist teilweise unterfinanziert. Höhere Entschädigungen bei der Kindermedizin sind nötig, müssen aber zumindest teilweise mit überfinanzierten Bereichen kompensiert werden», fügte die Aargauer CVP-Nationalrätin Ruth Humbel an. Tiana Moser, Züricher glp-Nationalrätin ergänzt: «Berufstätige Eltern wollen und können nicht immer während der Arbeitszeit zum Kinderarzt. Hier braucht es neue Versorgungsmodelle».

 

Auszug aus der Pressemitteilung der parlamentarischen Gruppe vom 25. September 2018